Thomas Schug

Thomas Schug, der seine Laufbahn im Team von Dieter Keller 1988 als Stylist begann, beeindruckt heute als Creative Director das internationale Publikum und Fachpresse mit seinen visionären Collectionen, die er mit seinem Creativ Team erarbeitet.

Kannst Du Dich an Dei­ne ers­te Show er­in­nern und wie ist die für Dich ge­lau­fen?

Tho­mas Schug: An mei­ne ers­te Show kann ich mich bes­tens er­in­nern, das war ein Su­per­tag für mich. Ich soll­te mei­nen Chef Die­ter Kel­ler zu ei­ner Show in Las Ve­gas, im Ho­tel Cae­sars Pa­lace, be­glei­ten und as­sis­tie­ren. Die­ter Kel­ler war plötz­lich ver­hin­dert und ich, als Neu­ling in der Fir­ma, muß­te vor 3000 Fri­seu­ren auf die Büh­ne! Das hat al­les su­per ge­klappt und ob­wohl mein Eng­lisch da­mals noch mies war, ha­be ich Stan­ding Ova­tions be­kom­men. Die­ses Er­leb­nis hat mir auch den Kick für mei­ne wei­te­re Ar­beit auf der Büh­ne ge­ge­ben.


War es im­mer Dein Ziel, auf der Büh­ne zu ste­hen?

Tho­mas Schug: Nein, zu­nächst woll­te ich ein­fach nur ein gu­ter Fri­seur sein. Nach die­sem tol­len ers­ten Auf­tritt in Las Ve­gas und seit­dem ich in der Kel­ler-Com­pa­ny ar­bei­te, war das aber ein neu­es Ziel. Es ist nach wie vor sehr span­nend für mich, mit Kol­le­gen auf der Büh­ne zu ste­hen.


Wel­che Show war die Bes­te, die Du je ge­se­hen hast?

Tho­mas Schug: Die bes­te Show für mich war der Auf­tritt von Tre­vor Sor­bie zur 50. L'Oréal Co­lor Tro­phy in Lon­don. So ei­ne gi­gan­ti­sche Show ha­be ich seit­her nicht mehr ge­se­hen, die gan­ze Ver­an­stal­tung war ein­fach su­per.

Wel­che war die bes­te Show, die Du ge­macht hast?

Tho­mas Schug: Ich den­ke, die schöns­te Show, bei der ich mit­ge­wirkt ha­be, war un­ser Auf­tritt zur Vi­si­on 2008/2009 für L'Oréal. Wir hat­ten das The­ma Jah­res­zei­ten ge­wählt. Für den Früh­ling hat­ten wir ganz jun­ge Mo­dels mit ver­rück­ten Fri­su­ren, den Som­mer ge­stal­te­ten jun­ge Frau­en in son­ni­gem Gelb und tol­len Haar­far­ben, der Herbst war ganz poe­tisch und für den Win­ter hat­ten wir ein rich­ti­ges Bal­lett. Die gan­ze Show war sehr stim­mig und die Fri­su­ren wa­ren ein­fach traum­haft schön.


Hast Du ein Vor­bild, wenn ja, wen?

Tho­mas Schug: Nein, ein di­rek­tes Vor­bild ha­be ich nicht. Ich ori­en­tie­re mich na­tür­lich an den füh­ren­den Leu­ten in der Bran­che, wie Tre­vor Sor­bie oder Die­ter Kel­ler. Sie sind ei­ne In­spi­ra­ti­on für mich, aber ich will auf kei­nen Fall ko­pie­ren.


Gib uns ei­nen Tipp für Dei­ne Fans: Was ist wich­tig, um so ei­ne Kar­rie­re zu machen?

Tho­mas Schug: Das wich­tigs­te ist „durch­hal­ten und sich sel­ber mö­gen". Er­folg zu ha­ben ist leich­ter, wenn man sich selbst ver­traut und sich im­mer wie­der vor­stellt, was man er­rei­chen möch­te. Es sieht oft ein­fach aus, wenn man auf der Büh­ne steht, aber ich bin heu­te noch auf­ge­regt und ha­be Herz­flat­tern. Das Pu­bli­kum er­war­tet ei­ne po­si­ti­ve Aus­strah­lung, da muß man viel En­er­gie rein­ste­cken, aber man be­kommt auch wie­der viel En­er­gie zu­rück. Um bei die­sem Stress die Kon­zen­tra­ti­on zu be­hal­ten, um auch mit Neid um­ge­hen zu kön­nen, muß man sich sel­ber mö­gen.

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